Healing Forests, Healing Hearts: Psychosoziale Unterstützung und Advocacy-Arbeit für die Ogiek in Kenia

Projekt

Healing Forests, Healing Hearts: Psychosoziale Unterstützung und Advocacy-Arbeit für die Ogiek

in Kenia

Projekt

Healing Forests, Healing Hearts: Psychosoziale Unterstützung und Advocacy-Arbeit für die Ogiek

in Kenia

Profil


Organisation/Unternehmen
peace brigades international | Deutscher Zweig e.V.


Projektname
Healing Forests, Healing Hearts: Psychosoziale Unterstützung und Advocacy-Arbeit für die Ogiek in Kenia


Projektzeitraum
01.01.2026 – 31.12.2027


Projektgalerie

Projektpartner

Das Projekt wird von der HERING-Stiftung Natur and Mensch finanziert und von Peace Brigades International (PBI) in Partnerschaft mit dem Ogiek Peoples' Development Program (OPDP) umgesetzt.

PBI ist eine internationale Nichtregierungsorganisation (NGO), die Unterstützung und Kapazitätsaufbau für zivilgesellschaftliche Organisationen und Menschenrechtsverteidiger bietet. Die PBI-Aktivitäten vor Ort werden von einem internationalen Unterstützungsnetzwerk unterstützt, das zur Verbreitung von Informationen und Interessenvertretung beiträgt und so weitere Unterstützung und Solidarität sammelt. Der PBI-Ansatz konzentriert sich auf schützende Begleitung, Kapazitätsaufbau, Vernetzung und Interessenvertretung.

Das Ogiek Peoples' Development Program (OPDP) ist eine in Kenya ansässige indigene Organisation, die sich Gerechtigkeit, Empowerment und Nachhaltigkeit verschrieben hat. Gegründet 1999 und 2001 offiziell als NGO registriert, wurde OPDP von Ältesten aus Ogiek, Meinungsführern, Landwirten und Fachleuten als Reaktion auf Generationen von Landungerechtigkeiten gegründet, die ihre Gemeinschaft marginalisierten. Angetrieben von der Vision einer inklusiveren und gerechteren Gesellschaft setzt sich OPDP für indigene Identität, kulturelle Anerkennung, Landrechte, Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung ein. Mit Hauptsitz in Nakuru operiert OPDP in sechs Landkreisen im Mau-Komplex und arbeitet mit indigenen Gemeinschaften und Organisationen in ganz Afrika zusammen, um ihre Stimmen zu verstärken und ihren rechtmäßigen Platz in der Entwicklung zu sichern.

Projektbeschreibung

Die Ogiek sind eine der kleinsten indigenen Gruppen Kenias (52.600 Menschen, Volkszählung 2019) und die traditionellen Bewohner des Mau-Waldkomplexes. Als traditionelle Jäger, Sammler und Imker pflegen sie eine enge Beziehung zur Umwelt, und ihr Wissen über Waldökosysteme sowie nachhaltige Nutzung oder Ressourcen hat wesentlich zum Erhalt des Mau-Waldes beigetragen. Trotz ihrer historischen Rolle als Bewohner und Beschützer des Mau-Waldes haben die Ogiek systematische Marginalisierung, Landenteignung und wiederholte Zwangsräumungen erfahren, was ihre Lebensgrundlage, soziale Strukturen und kulturelle Identität stark beeinträchtigt hat.

2017 stellte der Afrikanische Gerichtshof für Menschen- und Völkerrechte schwerwiegende Verstöße gegen das Ogiek-Land, kulturelle Werte und Entwicklungsrechte fest und ordnete 2022 die kenianische Regierung zur Entschädigung und zur Anerkennung ihrer angestammten Landrechte an. Dies ist bisher nicht geschehen, während Zwangsräumungen, Diskriminierung und Leid andauern. Viele Ogiek überleben heute am Rand ihres Territoriums unter prekären Bedingungen, mit begrenztem Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und einem zunehmenden Verlust ihres traditionellen Wissens, ihrer Würde und Identität.

In Zusammenarbeit mit OPDP verfolgt das Projekt einen integrierten, gemeinschaftsgeführten Ansatz. Sie umfasst psychosoziale Unterstützung durch traumasensible Beratung, Heilungskreise und kulturelle Revitalisierung, die auch traditionelle Beratungspraktiken stärkt. Gleichzeitig werden Fähigkeiten für politische Teilhabe, Interessenvertretung und Öffentlichkeitsarbeit aufgebaut, insbesondere für Führungskräfte, Frauen und junge Menschen. Darüber hinaus dokumentiert das Projekt traditionelles Wissen über Waldmanagement und kulturelle Praktiken.

Projektziele

Das Projekt zielt darauf ab, Würde wiederherzustellen, Gerechtigkeit zu fördern und die kollektive Heilung innerhalb der Ogiek-Gemeinschaft durch einen integrierten Ansatz zu stärken, der psychosoziale Unterstützung und Interessenvertretung kombiniert, um ihre Menschen- und Landrechte zu schützen.

Projektstatus