Arbeit gegen Tiefseebergbau auf den Cook-Inseln

Projekt

Arbeit gegen Tiefseebergbau auf den Cook-Inseln

Misereor e. V. Deutschland

Projekt

Arbeit gegen Tiefseebergbau auf den Cook-Inseln

Misereor e. V. Deutschland

Profil


Organisation/Unternehmen
Misereor e. V. Deutschland


Projektname
Arbeit gegen Tiefseebergbau auf den Cook-Inseln


Projektzeitraum
01.03.2025 – 28.02.2027


Projektgalerie

Alles Fotos © Te Ipukarea Society

Projektpartner

Das Projekt wird umgesetzt von der Te Ipukarea Society (TIS), einer unabhängigen Umweltorganisation auf den Cook-Inseln. TIS wurde 1996 gegründet und setzt sich seitdem für den Schutz von Umwelt, Biodiversität und kulturellem Erbe („te ipukarea – unser Erbe“) ein. Die Organisation genießt auf den Cook-Inseln einen sehr guten Ruf als glaubwürdige, forschungsbasierte Stimme in Umweltfragen und verfügt über langjährige Erfahrung in der Informations- und Bildungsarbeit.

Im Rahmen des Projekts arbeitet TIS mit lokalen Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Kirchen, Bildungseinrich­tungen und Medien zusammen. Darüber hinaus bestehen enge Kooperationen mit internationalen Organisa­tionen und Netzwerken, die sich kritisch mit dem Thema Tiefseebergbau im Pazifik auseinandersetzen.

Projektbeschreibung

Die Cook-Inseln verfügen über eine der größten ausschließlichen Wirtschaftszonen weltweit. In mehreren tausend Metern Tiefe werden dort große Vorkommen polymetallischer Manganknollen vermutet, was das Ge­biet für den Tiefseebergbau wirtschaftlich interessant macht. Gleichzeitig ist die Tiefsee eines der am we­nigsten erforschten Ökosysteme der Erde.

Das Projekt zielt darauf ab, die Bevölkerung der Cook-Inseln sachlich und verständlich über mögliche ökolo­gische, soziale und wirtschaftliche Risiken des Tiefseebergbaus zu informieren. Dazu gehören potenzielle Auswirkungen auf marine Ökosysteme, Fischerei, Tourismus, Gesundheit und langfristige Lebensgrundla­gen.

Geplant sind vielfältige Informations- und Bildungsmaßnahmen: öffentliche Veranstaltungen, Workshops für Jugendliche, Medienarbeit, die Produktion von Kurzfilmen und Informationsmaterialien sowie Bildungsange­bote zur biologischen Vielfalt der Tiefsee. Ein besonderer Fokus liegt auf der Nutzung wissenschaftlicher Er­kenntnisse und deren verständlicher Aufbereitung für unterschiedliche Zielgruppen.

Das Projekt versteht sich nicht als pauschale Ablehnung technologischer Entwicklungen, sondern als Beitrag zu einer fundierten gesellschaftlichen Debatte. Ziel ist es, Entscheidungsprozesse auf eine solide Wissens­basis zu stellen, bevor irreversible Eingriffe in sensible Tiefsee-Ökosysteme erfolgen.

Projektziele

  • Bewusstseinsbildung:
    Die Menschen auf den Cook-Inseln sollen in Schulen, Kirchen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Medien und der breiten Öffentlichkeit besser über die Risiken und offenen Fragen des Tiefseeberg­baus informiert werden.
  • Stärkung informierter Entscheidungsprozesse:
    Das Projekt trägt dazu bei, dass politische Entscheidungen zum Tiefseebergbau auf Grundlage wis­senschaftlicher Erkenntnisse, transparenter Information und gesellschaftlicher Beteiligung getroffen werden.
  • Schutz der Tiefsee-Ökosysteme:
    Durch Aufklärung und öffentlichen Dialog unterstützt das Projekt die Forderung nach einer Pause bzw. einem Moratorium für den Tiefseebergbau, bis belastbare Nachweise vorliegen, dass keine gravie­renden Schäden für Ozeane und Lebensgrundlagen zu erwarten sind.

 

Projektstatus