
Projekt
Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen
Zeitlupe, Ahrensburg
Projekt
Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen
Zeitlupe, Ahrensburg
Profil
Organisation/Unternehmen
Zeitlupe, Ahrensburg
Projektname
Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen
Projektzeitraum
01.03.2024 – 01.03.2027
Projektgalerie
Projektpartner
Die Zeitlupe ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die sich dem Erhalt untergehender Kulturgüter widmet. Schwerpunkte sind Sammlungen in den Bereichen Bild, Wort und Landschaft. Im Laufe mehrerer Jahre wurden Projekte aufgebaut, die auch überregional Beachtung und Unterstützung finden. Besonders wichtig in allen Bereichen ist der Gesellschaft die Kooperation mit Fachleuten, die durch ihr Spezialwissen unterstützen.
Projektbeschreibung
Der Botaniker Dr. Joachim Pohlmann, der sich über 30 Jahre mit samenfesten Sorten beschäftigt hat, hat dem Verein „Durch Erleben lernen e.V.“ nach seinem Tod im Sommer 2021 sein Saatgutarchiv vermacht, das zurzeit bereits aus über 400 Sorten Tomaten, Paprika und Chilis besteht.
Um diese Vielfalt zu erhalten, werden jedes Jahr 60 Sorten mit mindestens 6 Pflanzen zur Selektion und Saatgutgewinnung angebaut. Gleichzeitig wird eine Dokumentationsplattform entwickelt, die im besten Fall auch zu einem Nachschlagewerk für Endverbraucher werden kann, denn gerade im Bereich Saatgut bedarf es einer kritischen Auseinandersetzung mit neuen Züchtungsformen. Dies wird auch mit der Ausarbeitung von Material zur Verbraucheraufklärung erreicht.
Projektziele
- Erhalt von 400 Tomatensorten.
- Dokumentationsplattform von Saatgut.
- Verstetigung des Projektes – Zusammenarbeit mit Institutionen/Instituten; Öffentlichkeitsarbeit; Schulungsmaßnahmen.
Projektstatus
November 2025
Derzeit laufen umfangreiche Arbeiten zur Vermehrung und Bewertung der Sorten.
Für das kommende Anbaujahr rückt die Erprobung verschiedener Anbaumethoden stärker in den Fokus, um unter den aktuellen klimatischen Bedingungen besonders robuste und ertragreiche Verfahren zu identifizieren.
Juli 2025
Das Projekt läuft planmäßig. Hier einige Impressionen aus dem 1. Quartal 2025
Ein neues „Tomatenvermehrungsjahr“ hat begonnen. Die Seminargruppe, bestehend aus 16 Schü-lerinnen und Schülern, hatte die Gelegenheit, einen entscheidenden Beitrag zum Schutz der Bio-diversität und zur Wahrung eines Stücks Agrarkultur beizutragen. Nach einem informativen Rund-gang über das Gelände, begann die Einführung in das Thema: die Bedeutung der Erhaltung von al-ten Tomatensorten. Die Schüler erfuhren, wie jede Sorte eine einzigartige Kombination von Eigen-schaften besitzt, die über Generationen hinweg an spezifische Regionen und Anbaubedingungen angepasst wurden. Es wurde erläutert, dass diese Sorten weit mehr sind als nur Träger genetischen Materials; sie sind Zeugen der landwirtschaftlichen Praxis unserer Vorfahren und spiegeln die Viel-falt des Lebens wider. Die Schüler lernten, dass der genetische Reichtum alter Tomatensorten ihnen oft überlegene Geschmacksprofile, Anpassungsfähigkeit an lokale Klima- und Bodenbedin-gungen und eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber bestimmten Krankheiten und Schädlin-gen verleiht. Diese Eigenschaften sind unerlässlich, um die Pflanzenproduktion im Kontext des Kli-mawandels und veränderter Umweltbedingungen zukunftsfähig zu machen.
So früh im Jahr wurde mit der Anzucht von Chili und Paprikasorten begonnen und die Schüler übten sich im sorgsamen Beschriften und Arbeiten. Bei der Sortenerhaltung kommt es auf große Genauig-keit und Sorgfalt an.
Gemeinsam mit den Schülern wurden die Tomatensorten ausgesucht, die angebaut und für die Saatgutgewinnung verwendet werden sollten. Auch dieses Jahr werden wieder an die 60 Sorten vermehrt und erhalten.
Die Bilder (alle Bildrechte bei Zeitlupe, Ahrensburg) zeigen einen ersten Eindruck vom Engagement der Seminargruppe.











